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Nebenfach

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Im Allgemeinen werden für den Studiengang Physik vier Nebenfächer mit bestehendem Konzept angeboten. Diese sind Chemie, Informatik, Elektrotechnik und Philosophie und werden im Allgemeinen im dritten Semester – bzw. Philosophie im zweiten Semester – belegt. Das Nebenfach ist fester Bestandteil des Physikstudiums und dient der nichtphysikalischen Schwerpunktsetzung im Bachelor.

Warum ein anderes Nebenfach?

Zwar kann man schon aus einem recht breiten Angebot auswählen, doch sind die späteren Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt nach einem Physik-Studium sehr vielfältig. Daher kann es für den einen oder anderen praktisch sein, sich während des Bachelor in einer anderen nichtphysikalischen Thematik zu vertiefen. Besonders, da es während eines Studiums in Regelzeit nur wenig Chancen gibt, einen anderen Fachbereich näher kennenzulernen. So kann das Nebenfach ideal dazu genutzt werden, seine spätere Wunschvertiefung im Vorfeld etwas genauer kennenzulernen.

Wie wähle ich ein anderes Nebenfach?

Tatsache ist, dass das Belegen eines Nebenfaches schon im Vorfeld immer mit etwas mehr Arbeit verbunden sein wird. Da diese Belegung im Allgemeinen ein Einzelfall ist, muss man sich selbst das Konzept rund um das Nebenfach zusammenstellen, welches dann abschließend als Antrag von der Prüfungskommission angenommen werden muss. Will man sich diesem zusätzlichen Arbeitsaufwand stellen, ist der erste Schritt also die Erstellung eines Konzeptes. Orientieren sollte man sich da an den bestehenden Konzepten der vier fest angebotenen Nebenfächer, da eine Ähnlichkeit des eigenen Konzepts und des der anderen Konzepte die Überlegung der Kommission erleichtert, ob es genauso angerechnet werden kann. Die Konzepte der Nebenfächer sind in der Modulbeschreibung der Studienordnung zu finden. Bei einigen Fächern kann man jedoch auf bereits bestehende Angebote zurückgreifen. So hat zum Beispiel der Fachbereich Biologie ein bereits bestehendes Konzept, an dem sich orientiert werden sollte. Auch für den Fachbereich Mathematik kann man sich an einem bereits bestehenden Konzept orientieren, da Mathe als Nebenfach später im Master-Physik angeboten wird. Hat man nun also ein solches Konzept erstellt, ist der nächste Schritt der Gang zum Prüfungsamt, um dort die Belegung eines anderen Nebenfaches anhand des Konzepts zu beantragen. Gleichzeitig sollte man sich bei den Lehrenden der im Konzept enthaltenen Module informieren, ob er die Teilnahme an seiner Lehrveranstaltung zulässt. Wenn von beiden Seiten keine Bedenken eingeräumt werden, ist der Antrag erfolgreich gewesen. Ist dies jedoch nicht der Fall, wird das ganze schon problematischer. Falls die Lehrenden die Teilnahme nicht zulassen, ist die Chance auf dieses Nebenfach quasi non-existent. Lassen sie sie jedoch zu und nur das Prüfungsamt räumt Bedenken ein, wird der Antrag in die Prüfungskommission geschickt, die dann über das bestehende Konzept verhandelt. Auch hier kann der Antrag angenommen oder abgelehnt werden. Was passiert bei einer endgültigen Ablehnung? Falls der Antrag nicht durch die Prüfungskommission angenommen wurde, kann man versuchen das Konzept an kritischen Stellen zu ändern und somit einen zweiten Versuch wagen. Jedoch steht die Chance, dass dieses Konzept angenommen wird, nicht unbedingt besser. Allerdings gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

Wie kann ich dann an anderen nichtphysikalischen Modulen teilnehmen?

Da Lehrveranstaltungen im Allgemeinen öffentlich sind, kann man theoretisch jede Vorlesung besuchen. Jedoch gibt es auch Möglichkeiten, Module außerhalb des eigenen Studienganges zu belegen. Diese können zwar nicht direkt zu der Bachelor-Note hinzugerechnet werden, doch ihre Belegung kann zumindest auf dem Zeugnis erscheinen. Dies bietet für Studenten, die kein Studium in Regelstudienzeit anstreben - für andere wird diese zusätzliche Belegung nur schwer zu bewältigen sein - eine ideale Möglichkeit, ein nicht angenommenes Konzept indirekt umzusetzen. So kann wieder der Lehrende gefragt werden, ob er eine Teilnahme zulässt. Falls er dies tut, kann im Prüfungsamt beantragt werden, dass das Modul ohne Einfluss in die Bachelor-Note auf dem Zeugnis eine Erwähnung findet. Dieser Antrag wird unter erwähnten Umständen im Allgemeinen angenommen. Zusätzlich sollte die Problematik ebenfalls mit dem dem Fach angehörigen Prüfungsamt abgesprochen werden. Denjenigen, die jedoch auf einen Abschluss in Regelstudienzeit angewiesen sind, bleibt am Ende voraussichtlich nur die weitere Nebenfach-Wahl im Master oder die spezifizierten Master-Studiengänge, um eine andere Schwerpunktlegung zu erzielen.

Wichtige Paragraphen

§ 15 (SächsHSFG)

Studienziel

(1) Studium und Lehre sollen die Studenten auf ein berufliches Tätigkeitsfeld vorbereiten und ihnen die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, dass sie zu wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit, zu selbständigem Denken und zu verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat befähigt werden. Sie sollen die Grundlage für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten schaffen und zu eigenständiger Weiterbildung befähigen.

§ 6 (Studienordnung Physik)

Aufbau und Ablauf des Studiums

(7) Das Angebot an Wahlpflichtmodulen sowie der Studienablaufplan können auf Vorschlag der Studienkommission durch den Fakultätsrat geändert werden. Das aktuelle Angebot an Wahlpflichtmodulen ist zu Semesterbeginn fakultätsüblich bekannt zu machen. Der geänderte Studienablaufplan gilt für die Studierenden, denen er zu Studienbeginn fakultätsüblich bekannt gegeben wird. Über Ausnahmen zu Satz 3 entscheidet auf Antrag der Prüfungsausschuss.

§ 15 (Prüfungsordnung Physik)

Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen, Studienzeiten und außerhalb einer Hochschule erworbenen Qualifikationen

(4) An einer Hochschule erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen können trotz wesentlicher Unterschiede angerechnet werden, wenn sie aufgrund ihrer Inhalte und Qualifikationsziele insgesamt dem Sinn und Zweck einer in diesem Studiengang vorhandenen Wahlmöglichkeit entsprechen und daher ein strukturelles Äquivalent bilden. Im Zeugnis werden die tatsächlich erbrachten Leistungen ausgewiesen.